Was ich mir einmal in den Kopf gesetzt habe...ich wollte gestern angeln gehen? Ich BIN gestern angeln gegangen. Spät am Abend (nach 11 Uhr) ist die Sonne dann doch noch hervorgekrochen und der Wind hat abgeflaut. Also Hägar - wir gehen fischen. Auf der Landzunge stehen 2 Wohnmobile, eines normal, das andere ganz vorn, mitten auf dem Weg. Am schönsten Platz. Aber so, daß niemand anderes die schöne Aussicht mehr genießen kann - Deutsche natürlich. Hm.
Es ist mir nicht vergönnt, etwas zu fangen, aber trotzdem genieße ich den "warmen" Wind, es hat ca. 6 Grad.
Morgens habe ich mittlerweile ziemlich große Anlaufzeiten - man ist halt keine 17 mehr. Raus mag ich noch nicht, also werd ich wohl mal den Staubsauger ausführen. Eigentlich ist putzen total sinnlos, denn die neue Schönheit ist so vergänglich. Aber ich komme dabei in die Gänge. Und auch raus - beim ausleeren des Staubbehälters. Die Temperaturen haben sich auf 12 Grad verdoppelt! Man könnte ja was schreinern? Zum Beispiel einen Angelrutenhalter, damit die Dinger aufgehoben und griffbereit sind. Das ist was Schönes, Kleines, damit fang ich an. Und dann könnte ich ja noch die total verrostete gußeiserne Pfanne weiter bearbeiten? Die gefällt mir, die paßt so gut zur Hütte. Also sitze ich in der Sonne auf einer provisorisch errichteten Werkbank und schleife. Mit Aku-Bohrmaschine und Drahtbürste. Ich muss kräftig drücken und die Maschine gut festhalten; jetzt weiß ich auch, wieso mir die Daumen schon so schmerzen. Der Rost bildet feinsten Staub, der sich überall hineinverkriecht. Es ist zwar eine dreckige aber doch schöne Arbeit, die Sonne bringt mich fast zum Schwitzen und am Ende sehe ich den Erfolg. So einen Arbeitsplatz wünscht man sich immer! Die Pfanne wartet jetzt nur noch auf den passenden Fisch.
So geht die Zeit dahin mit lauter "unwichtigen" aber auch schönen Sachen. An die wichtigen wie z. B. die Optimierung meiner Hühnerleiter oder des Küchenabwassers traue ich mich noch nicht ran. Irgendwie fehlt mir der Geistesblitz, wie ich die Dinge angehen soll. Lassen wir es noch ein wenig ruhen, reifen und gären....
Ein Hubschrauber knattert über den Fjord, zwei Frachter laufen nach Narvik ein. Es ist immer Zeit, einen Blick auf oder über den Fjord zu werfen. Ein tolles Wetter heute! Was mach ich also als nächstes? Oh ja, das Balkongeländer. Erstens ist das Vorschrift - ich schulde Olav die Fertigstellung und zweitens wird dann das Holz unterm Haus weniger. Ich fange einfach mal an, die Leisten auf die Terrasse zu schichten. Ein frischer Wind kommt auf und über Liland hängen schwarze Wolken. Also Gas geben. Oder auch nicht - das Wetter bleibt doch stabil: sonnig und windig. Schritt für Schritt wächst das Geländer und als ich Feierabend mache ist wenigstens die Südseite fertig. Streichen? Nö, das mache ich nicht. Eigentlich will ich das Geländer ja gar nicht haben. Ich hab auch schon eine grobe Idee, wie ich auf legale Weise darauf verzichten könnte. Aber dieser Gedanke muss auch noch reifen, da gibt es vorher andere wichtige Dinge zu erledigen.
Zum Beispiel angeln gehen! Die neu renovierte Pfanne wartet auf einen Fisch! Bei der Gelegenheit kann ich auch gleich noch ein wenig Wasser holen...dann könnte ich heute vielleicht sogar mal duschen? Mit dem fischen bin ich nicht so erfolgreich (nur mit dem Köder verlieren), dafür aber beim Wasser holen. Jardar bastelt heute auf dem Campingplatz. Ich dachte, er wäre noch im Urlaub. Ausnahmsweise sprechen wir norwegisch (Jardar kann so gut englisch), aber mein Gegenüber spricht so schnell, daß ich kaum was verstehe. Üben, üben, üben....
Wenn es keinen fisch gibt, dann müssen eben Kartoffeln und Eier in die Pfanne. eigentlich müsste sie ja stilecht auf dem gußeisernen Ofen beheizt werden, aber der ist heute aus. Also heißt es "alte Pfanne meets moderne Induktionsplatte" - funktioniert!
Duschen? Mit 5 l lauwarmem Wasser geht man sparsam um. Ich muss mich ziemlich tief beugen, damit mir die Wassertropfen aus der Campingbrause über den Kopf laufen. Duschen wird überbewertet.
Mit einem Auge bei der Pfanne, mit dem anderen über dem Wasser bemerke ich sonderbare Wellen. Es könnten ganz normale größere Wellen sein, aber es könnten auch die Rücken von Fischen sein. Meine Wale? Dafür sind sie zu nah am Ufer. Leider gibt auch das Fernglas keine bessere Auskunft. Aber es sind definitiv Fische - sie bewegen sich fjordeinwärts. Da war ich mit meiner Angel wohl wieder mal zur falschen Zeit am falschen Ort.
Mittwoch, 23. Mai 2018
Dienstag, 22. Mai 2018
Bächle bauen - die Zweite
Den weiterhin verregneten und windig-kalten Vormittag verbringe ich "im Büro". Ja, ich habe eine Rechnung bekommen, die ich so nicht akzeptieren will. Also lasse ich mir erst einmal erklären, was das überhaupt ist (Müllgebühren), um dann in die Verhandlung einzusteigen. Das solle ich doch bitte schriftlich machen. Gesagt, getan; bin gespannt, ob jemand auf die Mail antwortet. Außerdem chatte ich mit der Steuerbehörde, um einiges über die Personennummer herauszufinden - es gibt zweierlei davon. Die für Ausländer wie mich, und eine "richtige" für Norweger. Leider kann ich mit der ausländischen keinen Handyvertrag abschließen oder mir Werkzeugmaschinen ausleihen. Dummerweise kann man mir dabei aber nicht helfen.
Gegen Mittag raffe ich mich dann doch auf, trotz Regen. Ich ziehe halt das ganze Regenzeug obendrüber und watschle dann wie eine Ente zu Hägar. Allerdings liegt das nicht nur an den Klamotten sondern vor allem an den schmerzenden Knochen im Geläuf; von der Hüfte bis zu kleinen Zeh tut mir alles weh. Bächle bauen sollte man vielleicht doch nur als Kind?
Ich nehm den Anhänger mit, weil ich auf dem Weg zum Reifenhändler am Müllcontainer und an meiner Wasserzapfstelle vorbeikomme. Obwohl die Reifenwerkstatt sehr versteckt ist, finde ich sie auf Anhieb, auch ohne Navi. Stina heißt die junge Angestellte im Büro. Sie ist aber wirklich keine Bürotussi - würde mich nicht wundern, wenn sie auch selbst Reifen wechselt. Mit etwas hin und her und telefonischer Unterstützung durch ihren Chef sind die Reifen dann bestellt, kommen Ende der Woche oder Anfang nächster Woche. Ist ok, auch wenn Hägars Vorderreifen schon ziemlich an Slicks erinnern. Ich frage das freundliche Mädchen nach dem Rema 1000, dem großen Supermarkt in Evenskjer? Ja, der wurde abgerissen, aber nur, um ihn neuer, größer und besser sortiert wieder aufzubauen. Gut. Einen Glaser? Nein, das kennt sie keinen. Laut Telefonbuch gibt es welche in Harstad. Eigentlich brauche ich vermutlich nur einen geschickten Handwerker hier vor Ort. Olav will mir für die Terrassentür eine neue Scheibe besorgen, aber einbauen soll ich sie selbst. Das kann ich doch nicht...? Wo wir schon mal im Gespräch sind erfahre ich einiges von Stina. Sie hat auch ein Quad, aber 20 km Entfernung damit zu fahren ist schon verrückt - sagt sie. Von Deutschland??!! Ja, ich spinne - grins. Stina fährt Dragster-Rennen mit alten umgebauten Luxusautos. Bestimmt auch ein lustiger Sport. Ihr Papa will mit ihr nach Deutschland fahren, um den ursprünglichen Besitzern zu zeigen, was aus ihren Autos geworden ist. Die entsetzten Gesichter möchte er dann gerne filmen für Youtube. Ha ha ha.
Auf dem Rückweg bekommt Hägar neuen Saft und ich gönne mir einen Käse-Speck-Hotdog an der Tanke. Mittlerweile hat es aufgehört zu regnen und die Sonne kommt langsam durch. Ich sollte unbedingt wieder angeln gehen. Am Campingplatz ist Viggo beschäftigt, er vergrößert den Platz etwas. Es wird eine sehr herzliche Begrüßung! Wir unterhalten uns eine ganze Weile und obwohl ich nur Bruchteile verstehe, sind wir der gleichen Meinung, was mit meiner Hütte zu tun ist. Fundamente ausbuddeln und tiefgründig erneuern. Man macht das nicht, eine Hütte zur Hälfte auf den Fels und zur anderen Hälfte
auf anderen Untergrund zu stellen, ist seine Aussage. Aber - jetzt ist es halt mal geschehen.
Zu Hause angekommen weiß ich gar nicht, was ich jetzt als erstes tun soll. Ich beginne bei den Fahrzeugen. Der Auslasskanal von Hägars Riementrieb ist ja geschmolzen und hat Löcher. Ich möchte eine vorläufige Reparatur machen, damit nicht wieder etwas hineinfällt. Ein Alublech wäre nicht schlecht - hab aber keins. Am Strand finde ich einen kleinen verrosteten Kühlschrank, von dem ein dünnes verzinktes Blech weghängt - das schnapp ich mir und stutze es zurecht. Jetzt merke ich erst, wie gut meine Werkstatt in Deutschland ausgerüstet ist, ein Griff und das passende Werkzeug ist da. Hier sieht's anders aus. Aber irgendwie klappt dann doch alles. Das Blechpflaster wird mit blauem Krepp-Klebeband fixiert - abenteuerlich. Der Zweck heiligt die Mittel.
Ich schaue mich um - die Unordnung unterm Haus muss eine andere werden. Es liegen eine Menge Dachpappe und Folien herum und werden vom Wasser um- oder durchspült. Ok, wozu hat man Paletten? Dan kann ich die ganzen Rollen gut drauf stapeln. Und wo ich schon mal wieder unterm Haus im Wasser stehen, versuche ich gleich, auch dieses zweite Rinnsal umzuleiten - diesmal Richtung Osten. Schon weider eine Schlammschlacht - ich seh aus wie ein Schwein. Ich hatte die Lederhose an - ob ich die jemals wieder sauber kriege?
Oh, der Briefkasten. Den hat Ragnar im Winter provisorisch befestigt, nachdem der Wind ihn verweht hatte. Jetzt ist der Untergrund weich, also kann ich einen Betonstein gut eingraben und darin Pfosten und Briefkasten fixieren. Hoffentlich hält es diesmal länger.
Kjetil taucht auf und rußt ein wenig mit seinem fetten alten Schlitten rum, nur so zum Spaß. Er provoziert gerne. Ich verstehe Spaß!
Es regnet mittlerweile wieder, ringsum ist es grau - angeln ade. Da ich ja jetzt wieder viel Wasser habe, traue ich mich an eine Wäsche. Inklusive der lehmigen Jeans von gestern. Ob das was wird? Mittlerweile bin ich so schlapp, daß mir das auswringen kaum noch gelingt und so hänge ich die Wäsche noch ziemlich feucht im Schlafboden auf. Dort ist es herrlich kuschelig warm. Ich bin wieder froh, daß ich mir die Wärmepumpe zugelegt habe. Ohne Mühe ist die Hütte immer angenehm warm.
Zum Abendessen gibt's doppelten Regenbogen an gekräuseltem Meer mit ein paar leichten Windböen. Das Sonderbare ist, dort wo der Regenbogen in's Meer taucht, gibt es gar keine Bugwelle...? Hier wird es nie langweilig!
Gegen Mittag raffe ich mich dann doch auf, trotz Regen. Ich ziehe halt das ganze Regenzeug obendrüber und watschle dann wie eine Ente zu Hägar. Allerdings liegt das nicht nur an den Klamotten sondern vor allem an den schmerzenden Knochen im Geläuf; von der Hüfte bis zu kleinen Zeh tut mir alles weh. Bächle bauen sollte man vielleicht doch nur als Kind?
Ich nehm den Anhänger mit, weil ich auf dem Weg zum Reifenhändler am Müllcontainer und an meiner Wasserzapfstelle vorbeikomme. Obwohl die Reifenwerkstatt sehr versteckt ist, finde ich sie auf Anhieb, auch ohne Navi. Stina heißt die junge Angestellte im Büro. Sie ist aber wirklich keine Bürotussi - würde mich nicht wundern, wenn sie auch selbst Reifen wechselt. Mit etwas hin und her und telefonischer Unterstützung durch ihren Chef sind die Reifen dann bestellt, kommen Ende der Woche oder Anfang nächster Woche. Ist ok, auch wenn Hägars Vorderreifen schon ziemlich an Slicks erinnern. Ich frage das freundliche Mädchen nach dem Rema 1000, dem großen Supermarkt in Evenskjer? Ja, der wurde abgerissen, aber nur, um ihn neuer, größer und besser sortiert wieder aufzubauen. Gut. Einen Glaser? Nein, das kennt sie keinen. Laut Telefonbuch gibt es welche in Harstad. Eigentlich brauche ich vermutlich nur einen geschickten Handwerker hier vor Ort. Olav will mir für die Terrassentür eine neue Scheibe besorgen, aber einbauen soll ich sie selbst. Das kann ich doch nicht...? Wo wir schon mal im Gespräch sind erfahre ich einiges von Stina. Sie hat auch ein Quad, aber 20 km Entfernung damit zu fahren ist schon verrückt - sagt sie. Von Deutschland??!! Ja, ich spinne - grins. Stina fährt Dragster-Rennen mit alten umgebauten Luxusautos. Bestimmt auch ein lustiger Sport. Ihr Papa will mit ihr nach Deutschland fahren, um den ursprünglichen Besitzern zu zeigen, was aus ihren Autos geworden ist. Die entsetzten Gesichter möchte er dann gerne filmen für Youtube. Ha ha ha.
Auf dem Rückweg bekommt Hägar neuen Saft und ich gönne mir einen Käse-Speck-Hotdog an der Tanke. Mittlerweile hat es aufgehört zu regnen und die Sonne kommt langsam durch. Ich sollte unbedingt wieder angeln gehen. Am Campingplatz ist Viggo beschäftigt, er vergrößert den Platz etwas. Es wird eine sehr herzliche Begrüßung! Wir unterhalten uns eine ganze Weile und obwohl ich nur Bruchteile verstehe, sind wir der gleichen Meinung, was mit meiner Hütte zu tun ist. Fundamente ausbuddeln und tiefgründig erneuern. Man macht das nicht, eine Hütte zur Hälfte auf den Fels und zur anderen Hälfte
auf anderen Untergrund zu stellen, ist seine Aussage. Aber - jetzt ist es halt mal geschehen.
Zu Hause angekommen weiß ich gar nicht, was ich jetzt als erstes tun soll. Ich beginne bei den Fahrzeugen. Der Auslasskanal von Hägars Riementrieb ist ja geschmolzen und hat Löcher. Ich möchte eine vorläufige Reparatur machen, damit nicht wieder etwas hineinfällt. Ein Alublech wäre nicht schlecht - hab aber keins. Am Strand finde ich einen kleinen verrosteten Kühlschrank, von dem ein dünnes verzinktes Blech weghängt - das schnapp ich mir und stutze es zurecht. Jetzt merke ich erst, wie gut meine Werkstatt in Deutschland ausgerüstet ist, ein Griff und das passende Werkzeug ist da. Hier sieht's anders aus. Aber irgendwie klappt dann doch alles. Das Blechpflaster wird mit blauem Krepp-Klebeband fixiert - abenteuerlich. Der Zweck heiligt die Mittel.
Ich schaue mich um - die Unordnung unterm Haus muss eine andere werden. Es liegen eine Menge Dachpappe und Folien herum und werden vom Wasser um- oder durchspült. Ok, wozu hat man Paletten? Dan kann ich die ganzen Rollen gut drauf stapeln. Und wo ich schon mal wieder unterm Haus im Wasser stehen, versuche ich gleich, auch dieses zweite Rinnsal umzuleiten - diesmal Richtung Osten. Schon weider eine Schlammschlacht - ich seh aus wie ein Schwein. Ich hatte die Lederhose an - ob ich die jemals wieder sauber kriege?
Oh, der Briefkasten. Den hat Ragnar im Winter provisorisch befestigt, nachdem der Wind ihn verweht hatte. Jetzt ist der Untergrund weich, also kann ich einen Betonstein gut eingraben und darin Pfosten und Briefkasten fixieren. Hoffentlich hält es diesmal länger.
Kjetil taucht auf und rußt ein wenig mit seinem fetten alten Schlitten rum, nur so zum Spaß. Er provoziert gerne. Ich verstehe Spaß!
Es regnet mittlerweile wieder, ringsum ist es grau - angeln ade. Da ich ja jetzt wieder viel Wasser habe, traue ich mich an eine Wäsche. Inklusive der lehmigen Jeans von gestern. Ob das was wird? Mittlerweile bin ich so schlapp, daß mir das auswringen kaum noch gelingt und so hänge ich die Wäsche noch ziemlich feucht im Schlafboden auf. Dort ist es herrlich kuschelig warm. Ich bin wieder froh, daß ich mir die Wärmepumpe zugelegt habe. Ohne Mühe ist die Hütte immer angenehm warm.
Zum Abendessen gibt's doppelten Regenbogen an gekräuseltem Meer mit ein paar leichten Windböen. Das Sonderbare ist, dort wo der Regenbogen in's Meer taucht, gibt es gar keine Bugwelle...? Hier wird es nie langweilig!
Montag, 21. Mai 2018
Wasserspiele
Um 4 Uhr nachts werde ich wach und höre es plätschern. Es regnet nach wie vor, aber jetzt kommt vom Berg herunter mehr als ein Rinnsal. Es plätschert richtig. Eigentlich bin ich ja schon wach, aber ich leg mich nochmal hin und nach langem wachliegen schlafe ich dann bis kurz vor 10 Uhr! Keine Zeit oder Lust für Frühstück, wasserfest anziehen und raus! Bächle bauen. Das hab ich als Kind schon so gerne gemacht. Es gibt aber soooo viele Angriffspunkte hier - beginnen wir mit einem Versuch, Hägars Stall trocken zu legen. Ich versuche einen Abfluss zu graben, aber so richtig erfolgreich ist das nicht. Björn kommt vorbei, schaut sich alles an und wir fachsimpeln ein wenig. Man könnte z.B. die ganze Erde vor dem Haus wegräumen....ja, man könnte. Wenn man könnte. Als nächstes schaue ich nach der Ursache des vielen Wassers auf der Westseite, der kritischeren Seite. Hier sind mir die Fundamente aufgefroren und kaputt gegangen. Am Berg liegen die Felsplatten nach Osten geneigt und so fließt alles Grundwasser eher zur Hausmitte hin, läuft dort unters Haus und in Hägars Stall. Ich versuche, das Wasser weiter nach Westen, vom Haus weg zu bekommen. Dämme bauen, das Wasser mit Steinen umleiten, schon gleich ganz weit oben am Hang das Wasser in eine andere Richtung zu leiten? Ein bisschen macht das ja auch Spaß. Aber es ist kalt, noch regnet es (irgendwann hört es auf, aber ich bemerke das gar nicht) und ich bewege manchmal sehr große Steine. Wurzeln, Moos, Erde, kleinere Steine - alles dient mir zum Damm bauen. Von oben habe ich das ja schon ganz gut hinbekommen, das oberste Fundament steht schon mal nicht mehr mitten im Bach. Aber weiter unten, zwischen meinem Felsgebirge, biegt der Wasserlauf dann doch wieder unters Haus ab. Beim Hausbau und den vorausgehenden Erdarbeiten hat der große Bagger einen Wall an Felsen, Erde, Büschen und herausgerissenen Bäumen aufgetürmt, der das Wasser natürlich nicht durchlässt. So fliest es wieder Richtung Haus. Immerhin kann ich einen großen Teil des Wassers trotzdem dazu bewegen, in den angrenzenden Graben auf der Westseite abzufließen. Hägar hat aber immer noch nasse Füße.
Ich bin am Ende. Rücken und Hände schmerzen, meine Schuhe sind total durchnäßt, ich sehe schon Sternchen. Auf die Schuhe muss ich nun doch ein Loblied singen: Winter-Arbeitsstiefel von Audi. Total warm und trotz Stahlkappen saubequem! Und bislang immer wasserdicht, obwohl sie aus Leder sind. Nur, 5 Stunden im fließenden Wasser stehen halten sie wohl doch nicht aus.
Wenn ich nicht mehr kann, vielleicht kann dann Hägar noch helfen? Eine kleine Birke steht mitten in meinem neuen Bach und ihre Wurzeln behindern den Wasserlauf. Hägar - zeig mal Deine Seilwinde!
Das Bäumchen biegt sich, Hägar geht in die Knie, der Wurzelstock bewegt sich. Aber nicht genug. Es reicht nicht, um den Baum auszureißen; Hägar, laß gut sein. Feierabend!
Uiii, es ist schon 15 Uhr!? Ja, wenn die Mutter nicht ruft... Beim Bächle spielen und Wasserfall bauen kann man schon die Zeit vergessen.
Drinnen lege ich mich erst mal trocken, zieh mir was Warmes an, mümmle mich ein und lümmle auf dem Sofa rum. Erst spät am Abend kann ich mich nochmal aufraffen, etwas an die frische Luft gehen und meine schmerzenden Knochen etwas bewegen. Der Wind hat nachgelassen, nur gelegentlich nieselt es ein wenig. Ein Zweimaster tuckert vorbei. Von der Hausverpackung habe ich noch eine Menge dünner Sperrholzplatten rumliegen - die sind mittlerweile anscheinend weit geflogen. Die, die ich auf meinem Weg finde sammle ich ein und ziehe sie zur Feuerstelle unterhalb von Björnars Hütte direkt an den schönen flachen Felsen, die ins Meer hinein führen. Die Männer haben schon einen großen Haufen für das Sonnwendfeuer aufgerichtet. Nun sind meine Nachbarn aber alle weg, sie müssen morgen wieder arbeiten; am Wochenende kommen sie wieder.
Björn hat mir angeboten, sein Boot zu benutzen - nur aus Neugier schaue ich es mit aus der Nähe an. Es ist aus Glasfaser aber ich kann es nicht bewegen, es ist zu schwer. Da brauche ich sicher einige Einweisungen und Nachhilfen.
Mein Kampf gegen Wasser und Erdrutsch scheint zumindest kleine Erfolge zu zeigen, Hägars Reifen stehen nicht mehr knöcheltief im Wasser, es ist nur noch "feucht". Die Pfützen in den Drainagegräben sind kleiner geworden, aber mein neuer Wasserfall plätschert immer noch munter dahin. Auf dem Dach entdecke ich ein paar braune Stellen - ich hoffe, die werden irgendwann auch wieder grün werden. Ich werde auf jeden Fall nicht hochkrabbeln, um irgendetwas zu unternehmen.
Ich bin am Ende. Rücken und Hände schmerzen, meine Schuhe sind total durchnäßt, ich sehe schon Sternchen. Auf die Schuhe muss ich nun doch ein Loblied singen: Winter-Arbeitsstiefel von Audi. Total warm und trotz Stahlkappen saubequem! Und bislang immer wasserdicht, obwohl sie aus Leder sind. Nur, 5 Stunden im fließenden Wasser stehen halten sie wohl doch nicht aus.
Wenn ich nicht mehr kann, vielleicht kann dann Hägar noch helfen? Eine kleine Birke steht mitten in meinem neuen Bach und ihre Wurzeln behindern den Wasserlauf. Hägar - zeig mal Deine Seilwinde!
Das Bäumchen biegt sich, Hägar geht in die Knie, der Wurzelstock bewegt sich. Aber nicht genug. Es reicht nicht, um den Baum auszureißen; Hägar, laß gut sein. Feierabend!
Uiii, es ist schon 15 Uhr!? Ja, wenn die Mutter nicht ruft... Beim Bächle spielen und Wasserfall bauen kann man schon die Zeit vergessen.
Drinnen lege ich mich erst mal trocken, zieh mir was Warmes an, mümmle mich ein und lümmle auf dem Sofa rum. Erst spät am Abend kann ich mich nochmal aufraffen, etwas an die frische Luft gehen und meine schmerzenden Knochen etwas bewegen. Der Wind hat nachgelassen, nur gelegentlich nieselt es ein wenig. Ein Zweimaster tuckert vorbei. Von der Hausverpackung habe ich noch eine Menge dünner Sperrholzplatten rumliegen - die sind mittlerweile anscheinend weit geflogen. Die, die ich auf meinem Weg finde sammle ich ein und ziehe sie zur Feuerstelle unterhalb von Björnars Hütte direkt an den schönen flachen Felsen, die ins Meer hinein führen. Die Männer haben schon einen großen Haufen für das Sonnwendfeuer aufgerichtet. Nun sind meine Nachbarn aber alle weg, sie müssen morgen wieder arbeiten; am Wochenende kommen sie wieder.
Björn hat mir angeboten, sein Boot zu benutzen - nur aus Neugier schaue ich es mit aus der Nähe an. Es ist aus Glasfaser aber ich kann es nicht bewegen, es ist zu schwer. Da brauche ich sicher einige Einweisungen und Nachhilfen.
Mein Kampf gegen Wasser und Erdrutsch scheint zumindest kleine Erfolge zu zeigen, Hägars Reifen stehen nicht mehr knöcheltief im Wasser, es ist nur noch "feucht". Die Pfützen in den Drainagegräben sind kleiner geworden, aber mein neuer Wasserfall plätschert immer noch munter dahin. Auf dem Dach entdecke ich ein paar braune Stellen - ich hoffe, die werden irgendwann auch wieder grün werden. Ich werde auf jeden Fall nicht hochkrabbeln, um irgendetwas zu unternehmen.
Sonntag, 20. Mai 2018
Blowing in the wind
Ich glaube, nachts ist es besser als tags - Wind und Wetter waren in der Nacht super, tagsüber hat es gewindet und am Nachmittag dann gestürmt und geregnet. Am Vormittag habe ich die mitgebrachte Truhe versorgt, ein wenig an den verschiedenen Abflüssen optimiert und mich dann über den Rest der Cartonage hergemacht. Ich war allerdings zu faul, weiterhin ofenfertige Schnipsel zu produzieren, außerdem waren die meisten Kartons feucht oder nass. Also hab ich ein Feuer angezündet. richtig groß. Gequalmt hat es - arme Nachbarn! Und weil's grad rumlag hab ich auch Styropor und anderes Kunststoff-Verpackungsmaterial reingeworfen - ist ganz schnell geschmolzen und hat fast gar nicht gestunken. Der Wind hat das Feuer nicht nur heftig angeheizt, sondern auch die verkokelten Papierreste gen Osten getrieben, Richtung Nachbarschaft. Aber bis dorthin sind sie wohl kaum geflogen....blowing in the wind. Nachmittags kam zum Glück der Regen und hat die Asche schön klebrig gemacht, jetzt muss ich keine Angst mehr vor Nachbarschaftsverschmutzung haben. Dafür sieht es jetzt unter meiner Hütte richtig ordentlich aus, das hat sogar Björn bemerkt.
Irgendetwas muss ich mir noch überlegen. Frank hat ja letztes Jahr eine Menge Kies und Steine in meine Auffahrt geworfen, aber der Untergrund ist extrem weich. Die letzten 2 m zwischen Straße und Auffahrt kann man zu Fuß kaum begehen, man versinkt sofort bis zum Knöchel, Grundlos....
Irgendetwas muss ich mir noch überlegen. Frank hat ja letztes Jahr eine Menge Kies und Steine in meine Auffahrt geworfen, aber der Untergrund ist extrem weich. Die letzten 2 m zwischen Straße und Auffahrt kann man zu Fuß kaum begehen, man versinkt sofort bis zum Knöchel, Grundlos....
Samstag, 19. Mai 2018
Kein Antrieb
Aber heute ist es nicht Hägar, der keinen Antrieb hat, sondern ich. Ich schlafe unendlich lange und mag überhaupt nichts anfangen. Kalter Wind und Regen herrschen draußen. Dennoch werde ich einkaufen fahren...vielleicht weckt ja die frische Luft meine Lebensgeister?
In Evenskjer stelle ich fest, dass mein Lieblings-Supermarkt - groß und gut sortiert - dem Erdboden gleich gemacht wurde. Nur noch ein Bauzaun ist zu sehen! Oh je. Es gibt noch einen zweiten Markt, der wohl jetzt alles auffangen muss. Er ist vergleichsweise klein und jetzt total vollgestopft, so voll, daß kaum noch Menschen hinein passen. Es ist ein Hindernislauf bis man an die gesuchten Waren herankommt.
Draußen fallen mir Hägars Vorderreifen auf - die sind ja total abgefahren! Die hinteren sehen noch ein klein wenig besser aus, werden aber auch bald fällig werden. Nächste Herausforderung: neue Schuhe für Hägar finden.
Es stürmt heute den ganzen Tag richtig ordentlich. Immer wieder rumpelt es unterm Haus. Kein Wetter, das mich wirklich hinaus zieht. Irgendwann am späten Nachmittag sehe ich meine beiden Nachbarn an den Bootshäusern werkeln - Männerspiele. Ragnars Hütte wird isoliert. Ich schaue kurz vorbei und weil ich ja jetzt schon mal draußen bin, kann ich auch was tun. Aus überflüssigen Spanplatten, die nur im Weg herumstehen baue ich einen Windschutz für Hägar. Und dann stören mich die Kartonberge unter der Hütte so sehr, daß ich endlich mal anfange, sie aufzuräumen. Nachdem ich 3 1/2 Stunden lang Kartonage zerkleinert habe und der Berg einfach nicht kleiner zu werden scheint, mache ich für heute Schluss. Vielleicht verbrenne ich den Rest ja, vieles davon ist sowieso klatschnass.
Zum Abendessen gibt es den Seelachs von gestern mit heute gekauftem Gemüse. Lecker. Dabei sitze ich an meinem Lieblingsplatz vor dem Fenster und beobachte die Wellen. Eigentlich ist das Meer nur ein wenig verkrumpelt, aber wenn man genau hinschaut sieht man, wie groß die Wellen tatsächlich sind. Niemand sollte bei diesem Wetter mit dem Boot draußen sein. Interessant ist auch, wie lange eine einzelne Welle wandern kann - die Dünung ist heute schon sehr weit. Auch Wellen beobachten kann abwechlungsreich sein!
Meine Reiseabenteuer sind ja jetzt vorüber, daher wird der Blog nun sicher nicht mehr so spannend. Ich werde trotzdem einfach ein "Tagebuch" weiterführen.
In Evenskjer stelle ich fest, dass mein Lieblings-Supermarkt - groß und gut sortiert - dem Erdboden gleich gemacht wurde. Nur noch ein Bauzaun ist zu sehen! Oh je. Es gibt noch einen zweiten Markt, der wohl jetzt alles auffangen muss. Er ist vergleichsweise klein und jetzt total vollgestopft, so voll, daß kaum noch Menschen hinein passen. Es ist ein Hindernislauf bis man an die gesuchten Waren herankommt.
Draußen fallen mir Hägars Vorderreifen auf - die sind ja total abgefahren! Die hinteren sehen noch ein klein wenig besser aus, werden aber auch bald fällig werden. Nächste Herausforderung: neue Schuhe für Hägar finden.
Es stürmt heute den ganzen Tag richtig ordentlich. Immer wieder rumpelt es unterm Haus. Kein Wetter, das mich wirklich hinaus zieht. Irgendwann am späten Nachmittag sehe ich meine beiden Nachbarn an den Bootshäusern werkeln - Männerspiele. Ragnars Hütte wird isoliert. Ich schaue kurz vorbei und weil ich ja jetzt schon mal draußen bin, kann ich auch was tun. Aus überflüssigen Spanplatten, die nur im Weg herumstehen baue ich einen Windschutz für Hägar. Und dann stören mich die Kartonberge unter der Hütte so sehr, daß ich endlich mal anfange, sie aufzuräumen. Nachdem ich 3 1/2 Stunden lang Kartonage zerkleinert habe und der Berg einfach nicht kleiner zu werden scheint, mache ich für heute Schluss. Vielleicht verbrenne ich den Rest ja, vieles davon ist sowieso klatschnass.
Zum Abendessen gibt es den Seelachs von gestern mit heute gekauftem Gemüse. Lecker. Dabei sitze ich an meinem Lieblingsplatz vor dem Fenster und beobachte die Wellen. Eigentlich ist das Meer nur ein wenig verkrumpelt, aber wenn man genau hinschaut sieht man, wie groß die Wellen tatsächlich sind. Niemand sollte bei diesem Wetter mit dem Boot draußen sein. Interessant ist auch, wie lange eine einzelne Welle wandern kann - die Dünung ist heute schon sehr weit. Auch Wellen beobachten kann abwechlungsreich sein!
Meine Reiseabenteuer sind ja jetzt vorüber, daher wird der Blog nun sicher nicht mehr so spannend. Ich werde trotzdem einfach ein "Tagebuch" weiterführen.
Freitag, 18. Mai 2018
Heiliger Fisch
Obwohl es gestern schon wieder 2 Uhr war, stehe ich um 8 Uhr auf, als ich zufällig wach werde. Ich will wieder in einen vernünftigen Rythmus kommen. Lust habe ich aber zu gar nichts. Alles ist noch gut verpackt und verstaut, draußen geht ein kaltes Windchen und manchmal regnet es auch ein wenig. Tja, ich bin in MEINEM Norwegen.
Irgendwann raffe ich mich dann doch auf, vor die Türe zu gehen. Dabei stelle ich fest, daß ich hier gar keine Jacken deponiert habe. Die habe ich wohl bisher immer mitgebracht. Bevor ich jedoch den Hänger auspacke muss ich das Chaos auf dem Grundstück beseitigen - überall hat der Sturm Holzplatten verteilt. Außerdem liegen Reisig und Äste herum...dieser Saustall muss ein anderer werden. Eigentlich macht es sogar ein bisschen Spaß, im Freien ein wenig herumzuwurschteln. Ohne Stress, einfach nur so. Bei Nachbar Ragnar sieht's aus, als ob der Sturm die Gartenmöbel verweht hätte, also gehe ich rüber und räume die auch etwas zusammen und binde sie fest.
Dann mache ich mich über den Anhänger und seinen Inhalt her. Der Rhabarber wandert an eine weiche Stelle im Garten. Die Elchschaufel ist leider nur noch Mehl, aber sie war vorher schon etwas mürbe. Schade. Dann räume ich die Truhe aus. Jedes Teil muss ich einzeln hochtragen, es sind schrecklich viele Kleinigkeiten drin und nichts ist in einer großen Tüte zusammengefasst. Aber, macht nix. Die leere Seekiste kann ich alleine hinaufbugsieren, ich lasse sie noch draußen stehen, denn ich möchte sie erst saubermachen. Später. In Kiruna habe ich gestern noch eingekauft, 2 schöne Stücke Fleisch waren auch dabei. Die werden jetzt versorgt, d.h. portioniert und eingefroren. Ein Stück ist jetzt gleich dran. Das Gemüse, auf das ich mich gefreut habe, ist leider nicht mehr da - vermutlich haben meine lieben Nachbarn alle Sicherungen ausgeschaltet und dann den Kühlschrank leergeräumt. Die sind so fürsorglich! Heute sind sie jedoch in Harstad, also kann ich erst am Abend fragen. Ein paar Kartoffeln liegen noch herum, also wird es Bratkartoffeln mit Steak geben.
Da, eine Nachricht! Gerd (Bekanntschaft vom Schiff) ist in der Gegend und möchte auf einen Kaffee vorbeikommen. Mein allererster Gast! Kaffee habe ich leider nicht, aber er kommt passend zum Essen - wir teilen alles brüderlich. Gerd ist Pfarrer und derzeit in der Kirchenverwaltung beschäftigt. Die Norwegenreise ist seine burn-out-Prävention. Er ist in Eile und hat höchstens eine Stunde Zeit; er war noch nie angeln und nimmt mein Angebot gerne wahr. Wir fahren zum Angelplatz und ich weise ihn ein. Mit der zweiten Angel stelle ich mich ein paar Meter weiter weg und eile ihm bei Bedarf zu Hilfe. Haken verloren, Schnursalat, Köder zwischen den Steinen fest - ich kenne das nur zu gut. Aber ich lasse ihn machen. Es geht ein kalter Wind und Gerd scheint nur wenig anzuhaben, ihm wird schon ordentlich kalt. "Noch 2 Würfe" möchte ich machen, dann fahren wir wieder heim.
Schon beim ersten aber ziehe ich eine Portion Seelachs heraus! So schnell hab ich ja noch nie was gefangen! Ob da seine Heiligkeit die Finger im Spiel hatte? Und der Fisch dient als Beweis, daß ich Gerd keinen Schmarrn erzählt habe. Das Essen für morgen ist gesichert. Wir fahren zurück und Gerd macht sich gleich weiter auf die Socken, er möchte heute noch bis auf die Atlantikseite der Lofoten. Das war eine nette Überraschung.
In der Küche sieht es schlimm und fettig aus! Kein Wasser mehr da - also Hägar satteln, zum Campingplatz fahren und 50 l Wasser holen. Dann in der Küche klar Schiff machen, den Fisch versorgen und endlich ein Mittagsschläfchen machen? Aber ich könnte ja noch die Sachen aus der Truhe verräumen. Da hupt es - Ragnar und Eva tauchen auf. Björn und Anne-Lise sind auch wieder aus Harstad zurück. Da werd ich wohl nachher eine kleine Besuchstour machen. Aber heute "werd ich nicht alt"...
Draußen geht ein strammer Wind, die Wellen gischten gegen das Ufer. Am frühen Abend mache ich die Begrüßungstour. Bei Eva bekomme ich meine Post - eine Rechnung ist dabei, aber Eva kann mir nicht sagen, was sie bedeutet. Auch Björn und Anne-Lise rätseln lange, bevor sie beschließen, das wären Müllgebühren. Die werde ich wohl zahlen müssen. Mit Björn unterhalte ich mich lange über die Hütte und das Eisproblem. Frank wird wohl am ehesten wissen, was man tun kann, aber Frank meldet sich nicht. Als ich Björn von dem Angebot, ein Boot bei Göteborg zu kaufen erzähle, bietet er an, seines zu benutzen. Cool. Aber ich werde wohl erst noch ein bisschen Bootfahren lernen müssen. Im Moment ist mir auch noch gar nicht danach. Es stürmt ziemlich und Björn erzählt mir Schauergeschichten von dem unberechenbaren Wetter und Bootsunglücken auf dem Fjord. Da geh ich lieber wieder heim, backe mir noch ein Brot und geh dann schlafen. Ich hab Nachholbedarf.
Irgendwann raffe ich mich dann doch auf, vor die Türe zu gehen. Dabei stelle ich fest, daß ich hier gar keine Jacken deponiert habe. Die habe ich wohl bisher immer mitgebracht. Bevor ich jedoch den Hänger auspacke muss ich das Chaos auf dem Grundstück beseitigen - überall hat der Sturm Holzplatten verteilt. Außerdem liegen Reisig und Äste herum...dieser Saustall muss ein anderer werden. Eigentlich macht es sogar ein bisschen Spaß, im Freien ein wenig herumzuwurschteln. Ohne Stress, einfach nur so. Bei Nachbar Ragnar sieht's aus, als ob der Sturm die Gartenmöbel verweht hätte, also gehe ich rüber und räume die auch etwas zusammen und binde sie fest.
Dann mache ich mich über den Anhänger und seinen Inhalt her. Der Rhabarber wandert an eine weiche Stelle im Garten. Die Elchschaufel ist leider nur noch Mehl, aber sie war vorher schon etwas mürbe. Schade. Dann räume ich die Truhe aus. Jedes Teil muss ich einzeln hochtragen, es sind schrecklich viele Kleinigkeiten drin und nichts ist in einer großen Tüte zusammengefasst. Aber, macht nix. Die leere Seekiste kann ich alleine hinaufbugsieren, ich lasse sie noch draußen stehen, denn ich möchte sie erst saubermachen. Später. In Kiruna habe ich gestern noch eingekauft, 2 schöne Stücke Fleisch waren auch dabei. Die werden jetzt versorgt, d.h. portioniert und eingefroren. Ein Stück ist jetzt gleich dran. Das Gemüse, auf das ich mich gefreut habe, ist leider nicht mehr da - vermutlich haben meine lieben Nachbarn alle Sicherungen ausgeschaltet und dann den Kühlschrank leergeräumt. Die sind so fürsorglich! Heute sind sie jedoch in Harstad, also kann ich erst am Abend fragen. Ein paar Kartoffeln liegen noch herum, also wird es Bratkartoffeln mit Steak geben.
Da, eine Nachricht! Gerd (Bekanntschaft vom Schiff) ist in der Gegend und möchte auf einen Kaffee vorbeikommen. Mein allererster Gast! Kaffee habe ich leider nicht, aber er kommt passend zum Essen - wir teilen alles brüderlich. Gerd ist Pfarrer und derzeit in der Kirchenverwaltung beschäftigt. Die Norwegenreise ist seine burn-out-Prävention. Er ist in Eile und hat höchstens eine Stunde Zeit; er war noch nie angeln und nimmt mein Angebot gerne wahr. Wir fahren zum Angelplatz und ich weise ihn ein. Mit der zweiten Angel stelle ich mich ein paar Meter weiter weg und eile ihm bei Bedarf zu Hilfe. Haken verloren, Schnursalat, Köder zwischen den Steinen fest - ich kenne das nur zu gut. Aber ich lasse ihn machen. Es geht ein kalter Wind und Gerd scheint nur wenig anzuhaben, ihm wird schon ordentlich kalt. "Noch 2 Würfe" möchte ich machen, dann fahren wir wieder heim.
Schon beim ersten aber ziehe ich eine Portion Seelachs heraus! So schnell hab ich ja noch nie was gefangen! Ob da seine Heiligkeit die Finger im Spiel hatte? Und der Fisch dient als Beweis, daß ich Gerd keinen Schmarrn erzählt habe. Das Essen für morgen ist gesichert. Wir fahren zurück und Gerd macht sich gleich weiter auf die Socken, er möchte heute noch bis auf die Atlantikseite der Lofoten. Das war eine nette Überraschung.
In der Küche sieht es schlimm und fettig aus! Kein Wasser mehr da - also Hägar satteln, zum Campingplatz fahren und 50 l Wasser holen. Dann in der Küche klar Schiff machen, den Fisch versorgen und endlich ein Mittagsschläfchen machen? Aber ich könnte ja noch die Sachen aus der Truhe verräumen. Da hupt es - Ragnar und Eva tauchen auf. Björn und Anne-Lise sind auch wieder aus Harstad zurück. Da werd ich wohl nachher eine kleine Besuchstour machen. Aber heute "werd ich nicht alt"...
Draußen geht ein strammer Wind, die Wellen gischten gegen das Ufer. Am frühen Abend mache ich die Begrüßungstour. Bei Eva bekomme ich meine Post - eine Rechnung ist dabei, aber Eva kann mir nicht sagen, was sie bedeutet. Auch Björn und Anne-Lise rätseln lange, bevor sie beschließen, das wären Müllgebühren. Die werde ich wohl zahlen müssen. Mit Björn unterhalte ich mich lange über die Hütte und das Eisproblem. Frank wird wohl am ehesten wissen, was man tun kann, aber Frank meldet sich nicht. Als ich Björn von dem Angebot, ein Boot bei Göteborg zu kaufen erzähle, bietet er an, seines zu benutzen. Cool. Aber ich werde wohl erst noch ein bisschen Bootfahren lernen müssen. Im Moment ist mir auch noch gar nicht danach. Es stürmt ziemlich und Björn erzählt mir Schauergeschichten von dem unberechenbaren Wetter und Bootsunglücken auf dem Fjord. Da geh ich lieber wieder heim, backe mir noch ein Brot und geh dann schlafen. Ich hab Nachholbedarf.
Donnerstag, 17. Mai 2018
Emotionen
Ein Vorteil des älter Werdens ist, dass man auch die unangenehmen Dinge vergisst, z.B. wie kalt es nachts im Zelt werden kann. Sonst hätte ich mir vielleicht doch ein Bett gesucht? Es dürfte ca 4 Grad oder weniger gehabt haben, nach langem bibbern bin ich dann doch eingeschlafen und habe dafür morgens um so länger gepennt. Aber mit welchem Hochgefühl beginnt der Tag: ist das nicht das Allerschönste, absolut frei bei allem Tun und Lassen zu sein? Zwischen den Enten am Ufer aufzuwachen, die Sonne im Rücken, den eigenen Duft im Schlafsack und nur die Geräusche der Natur um einen herum?
Heute ist Nationalfeiertag in Norwegen - der höchste Feiertag im Land. Den ganzen Tag werden sie feiern, winken und auf mich warten, um mich begrüßen zu können! Hoffentlich schaffe ich es heute noch bis dahin.
Der kalte Fahrtwind treibt mir die Tränen in die Augen, aber die Schutzbrille mag ich doch nicht aufsetzen. Ich mag es, Wind und Wetter zu spüren, die Natur um mich zu sehen, zu riechen, zu fühlen. Reisen ist doch das Schönste! Dabei ist man wirklich am ehesten im Hier und Jetzt. Freiheit und Abenteuer. Auf den weiten einsamen Straßen können die Gedanke fliegen und dennoch bin ich hier und erlebe jeden Moment. Die Gefühle, die im hektischen Alltag unter den Teppich gekehrt werden, kommen jetzt zum Vorschein. Gute und schlechte Gefühle. Sehnsüchte und Träume. Freude, Trauer, Dankbarkeit. Sie überwältigen mich - ich gebe ihnen Zeit und Raum hier.
Wiesen und Wälder sind hier überschwemmt - es wäre doch gut, wenn man dieses Stückchen Erde mit einem passenden Stück afrikanischer heißer Wüste mischen könnte. Dabei käme sicher fruchtbarer Boden zustande - ein Vorteil für die Welt? Oder auch nicht, denn dann würde die Vielfalt und die einzigartige Schönheit mancher Orte verschwinden. Ist schon gut so, wie es ist.
Blauer Himmel mit weißen Federwölkchen aber arktische Temperaturen.
Bären sehe ich - und Elche und Vielfraße! Zumindest gaukelt mir das meine Wunschvorstellung vor. Die enttäuschende Wahrheit ist, was ich für wilde Tiere halte sind die Baumscheiben umgestürzter Fichten oder moosbewachsene Felsbrocken.
Die lange Unterhose, die ich heute erstmals zum Einsatz kommt, tut gute Dienste. Unter den dünnen Lederhose kann sie aber auch nicht die ganze Kälte abfangen. Ebenso habe ich es wohl mit dem dünnen Pullover etwas untertrieben und eine weitere Weste habe ich nicht eingepackt. Ich habe die Arktis wohl unterschätzt. Eigentlich sind mir diese Temperaturen jedoch lieber, als die letzten heißen Tage. Aber - ich habe es so gewollt, ich habe es so entschieden, also bibbere ich stumm vor mich hin. Hat Väterchen Frost Dich erstmal ein seinen eisigen Griff bekommen, dann lässt er Dich so schnell nicht wieder los.
Am Polarkreis sind sogar die Toilettenhäuschen beheizt! Ich will gar nicht mehr raus. In Jokkmokk tanke ich bei Hot Dog, heißem Kakao und einer Zimtschnecke wieder etwas Wärme auf. Die Griffheizung tut gute Dienste, so fein wie sie sich regeln läßt habe ich das noch bei keiner anderen Heizung erlebt. Hier oben sind fast alle Seen noch ganz oder größtenteils zugefroren. Der einsame Hof auf einer kleinen Insel wird derzeit wohl kaum bewohnt - um mit dem Boot hin zu kommen, ist das Eis noch zu dick, zum drüber laufen schon lange nicht mehr geeignet.
Hägar scheint sich wohl zu fühlen. Auf den graden Straßen lasse ich ihn laufen. Er rennt los wie ein junges Fohlen, immer wieder muss ich ihn bremsen. Ich habe wieder Vertrauen in ihn gefasst - und in meine Reparatur. Tja, was man nicht selber macht..... Mein Mißtrauen gegenüber "Fachpersonal" hat neue Nahrung bekommen.
Vägskada - Straßenschäden! Verkündet ein Schild. Ist doch UNS wurscht, Hägar. Oder? Oder doch nicht? Hägars Bodenfreiheit wird durch die Unterbodenbefestigung des Schneeschiebers begrenzt. Prompt ertönt mehrfach kreischendes Kratzgeräusch, als wir elanvoll über Bodenwellen und tiefe Schlaglöcher fliegen wollen. Das Fahrwerk ist ziemlich weich gefedert und die Ballonreifen tragen ihr Übriges zu einem schwammigen Fahrverhalten bei. Ein schnelles Ausweichmanöver um Schlaglöcher herum ist kaum möglich. Des öfteren fängt Hägar bedenklich an zu schwimmen. Ich muss kräftig arbeiten, aber wir fangen uns jedes mal wieder.
Ab Kiruna gibt es keine Tankstelle mehr bis kurz vor Liland. Meine Hoffnung, vor der Grenze nochmal eine Station zu finden, zerschlagen sich leider. 200 km ohne Tankstelle? Das geht nicht. An der Grenze werden wir nicht angehalten - wo ich mir doch soviel Erklärungsgeschichten für alles Mögliche ausgedacht habe. Da hätte ich ja ruhig auch noch eine Kiste Bier mit schmuggeln können.... Mein Ofotfjord begrüßt mich mit Regenwolken und ein paar Tröpfchen. Mitten im Tunnel geht uns dann endlich der Sprit aus, 8 km vor der nächsten Tankstelle. Peinlich...
Um halb zehn (also nach ca. 12 h Fahrt) erreiche ich meine schnee- und eisfreie Heimat. Am Fuße von Anne-Lises und Björns Hütte halte ich an und hupe kurz - sie hören es und kommen heraus. Wir rufen uns ein paar Begrüßungsworte zu und verabreden uns für morgen abend.
Hägar findet sofort seinen Stall - drumherum hat der Wind ein ziemliche Chaos angerichtet. Also ist morgen "aufräumen" angesagt. Auch drinnen sieht's wüst aus: eine gefühlte Million toter Fliegen liegt am Boden. Mit dem Staubsauger ist aber schnell klar Schiff gemacht. Dann werfe ich alle Heizmöglichkeiten an, koche mir eine heiße Brühe und langsam taue ich wieder auf. Jetzt fängt es an zu regnen - super timing! Nun werde ich noch das letzte Feuer im Kamin genießen. Es ist nach Mitternacht und hell...
Die Strecke
Heute ist Nationalfeiertag in Norwegen - der höchste Feiertag im Land. Den ganzen Tag werden sie feiern, winken und auf mich warten, um mich begrüßen zu können! Hoffentlich schaffe ich es heute noch bis dahin.
Der kalte Fahrtwind treibt mir die Tränen in die Augen, aber die Schutzbrille mag ich doch nicht aufsetzen. Ich mag es, Wind und Wetter zu spüren, die Natur um mich zu sehen, zu riechen, zu fühlen. Reisen ist doch das Schönste! Dabei ist man wirklich am ehesten im Hier und Jetzt. Freiheit und Abenteuer. Auf den weiten einsamen Straßen können die Gedanke fliegen und dennoch bin ich hier und erlebe jeden Moment. Die Gefühle, die im hektischen Alltag unter den Teppich gekehrt werden, kommen jetzt zum Vorschein. Gute und schlechte Gefühle. Sehnsüchte und Träume. Freude, Trauer, Dankbarkeit. Sie überwältigen mich - ich gebe ihnen Zeit und Raum hier.
Wiesen und Wälder sind hier überschwemmt - es wäre doch gut, wenn man dieses Stückchen Erde mit einem passenden Stück afrikanischer heißer Wüste mischen könnte. Dabei käme sicher fruchtbarer Boden zustande - ein Vorteil für die Welt? Oder auch nicht, denn dann würde die Vielfalt und die einzigartige Schönheit mancher Orte verschwinden. Ist schon gut so, wie es ist.
Blauer Himmel mit weißen Federwölkchen aber arktische Temperaturen.
Bären sehe ich - und Elche und Vielfraße! Zumindest gaukelt mir das meine Wunschvorstellung vor. Die enttäuschende Wahrheit ist, was ich für wilde Tiere halte sind die Baumscheiben umgestürzter Fichten oder moosbewachsene Felsbrocken.
Die lange Unterhose, die ich heute erstmals zum Einsatz kommt, tut gute Dienste. Unter den dünnen Lederhose kann sie aber auch nicht die ganze Kälte abfangen. Ebenso habe ich es wohl mit dem dünnen Pullover etwas untertrieben und eine weitere Weste habe ich nicht eingepackt. Ich habe die Arktis wohl unterschätzt. Eigentlich sind mir diese Temperaturen jedoch lieber, als die letzten heißen Tage. Aber - ich habe es so gewollt, ich habe es so entschieden, also bibbere ich stumm vor mich hin. Hat Väterchen Frost Dich erstmal ein seinen eisigen Griff bekommen, dann lässt er Dich so schnell nicht wieder los.
Am Polarkreis sind sogar die Toilettenhäuschen beheizt! Ich will gar nicht mehr raus. In Jokkmokk tanke ich bei Hot Dog, heißem Kakao und einer Zimtschnecke wieder etwas Wärme auf. Die Griffheizung tut gute Dienste, so fein wie sie sich regeln läßt habe ich das noch bei keiner anderen Heizung erlebt. Hier oben sind fast alle Seen noch ganz oder größtenteils zugefroren. Der einsame Hof auf einer kleinen Insel wird derzeit wohl kaum bewohnt - um mit dem Boot hin zu kommen, ist das Eis noch zu dick, zum drüber laufen schon lange nicht mehr geeignet.
Hägar scheint sich wohl zu fühlen. Auf den graden Straßen lasse ich ihn laufen. Er rennt los wie ein junges Fohlen, immer wieder muss ich ihn bremsen. Ich habe wieder Vertrauen in ihn gefasst - und in meine Reparatur. Tja, was man nicht selber macht..... Mein Mißtrauen gegenüber "Fachpersonal" hat neue Nahrung bekommen.
Vägskada - Straßenschäden! Verkündet ein Schild. Ist doch UNS wurscht, Hägar. Oder? Oder doch nicht? Hägars Bodenfreiheit wird durch die Unterbodenbefestigung des Schneeschiebers begrenzt. Prompt ertönt mehrfach kreischendes Kratzgeräusch, als wir elanvoll über Bodenwellen und tiefe Schlaglöcher fliegen wollen. Das Fahrwerk ist ziemlich weich gefedert und die Ballonreifen tragen ihr Übriges zu einem schwammigen Fahrverhalten bei. Ein schnelles Ausweichmanöver um Schlaglöcher herum ist kaum möglich. Des öfteren fängt Hägar bedenklich an zu schwimmen. Ich muss kräftig arbeiten, aber wir fangen uns jedes mal wieder.
Ab Kiruna gibt es keine Tankstelle mehr bis kurz vor Liland. Meine Hoffnung, vor der Grenze nochmal eine Station zu finden, zerschlagen sich leider. 200 km ohne Tankstelle? Das geht nicht. An der Grenze werden wir nicht angehalten - wo ich mir doch soviel Erklärungsgeschichten für alles Mögliche ausgedacht habe. Da hätte ich ja ruhig auch noch eine Kiste Bier mit schmuggeln können.... Mein Ofotfjord begrüßt mich mit Regenwolken und ein paar Tröpfchen. Mitten im Tunnel geht uns dann endlich der Sprit aus, 8 km vor der nächsten Tankstelle. Peinlich...
Um halb zehn (also nach ca. 12 h Fahrt) erreiche ich meine schnee- und eisfreie Heimat. Am Fuße von Anne-Lises und Björns Hütte halte ich an und hupe kurz - sie hören es und kommen heraus. Wir rufen uns ein paar Begrüßungsworte zu und verabreden uns für morgen abend.
Die Strecke
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